Sei zu Deinen Kunden immer offen und ehrlich. Erkläre ihnen das Internet sorgfältig und denke dabei nachhaltig. Überzeuge ohne zu lügen. Verstehe Dein Gegenüber und versetze Dich in seine Lage.

Diskussion: Hungergefühle?

Datum: July 2nd, 2009 | von: medienmaul | Kategorie: Community Marketing, Twitter | Tags: , , , | Keine Kommentare »

Nahezu täglich schießen neue Services aus dem Boden, die von findigen Programmierern dafür entwickelt werden, sich unter anderem an Twitter andocken zu lassen und so der ganzen Welt Zugang zum eigenen Alltag zu bieten. Während der Nutzer über Brightkite veröffentlichen kann, wo er sich gerade aufhält, kann er über Blip.fm preisgeben, welche Musik gerade zu seiner Laune passt, über andere Browser-Tools erzählen, auf welchen Seiten er gerade surft oder neuerdings auch mitteilen, was er denn gerade ißt. Und das sind nur ein paar der wirklich vielen Möglichkeiten, die sich bieten.

Nicht, dass solche Tools wirklich Sinn machen oder deren Inhalte irgendwen da draußen wirklich interessieren, aber sie tragen doch erheblich zur Vermischung sämtlicher Online-Identitäten bei, vernetzen ständig und ohne Unterlass die digitale Bohème miteinander und untereinander und sorgen letztendlich auch dafür, dass so mancher hier und da den Überblick über seine stetig wachsenden Profile im Netz verliert.

Für den Profi mögen all diese Dienste durchaus Spaß machen und seinen tiefer werdenden Einblick in “seine” eigene Online-Welt vertiefen oder intensivieren – für den ungeübten User jedoch kann diese ständig weiter wachsende Auswahl an Möglichkeiten sicherlich mehr als nur abschreckend wirken. Natürlich tummeln sich da draußen zahllose “Heavy-User”, denen die Vernetzung sämtlicher Communities, Services und Profile gar nicht schnell genug gehen kann, doch eins sollte man dabei nicht vernachlässigen: das Potential derer, die bisher noch nicht allzu aktiv im Netz unterwegs sind, wird völlig unterschätzt. Hier verbergen sich immernoch immense Massen von möglichen Zielgruppen, denen das Internet als virtuelle Welt bisher noch nicht wirklich so geheuer war, und deren Eintritt in das digitale Netz für alle Unternehmen durchaus Mehrwert bieten würde.

Ein derartiges und unkontrolliertes Wachstum der Auswahlmöglichkeiten wird sich hoffentlich in naher Zukunft selbst bereinigen, damit am Ende nur der echte Nutzen im Vordergrund steht – denn nur so kann meiner Meinung nach das bisher jungfräuliche Potential wirklich ausgeschöpft werden. Leider gibt es da draußen immernoch zu viele gelangweilte Entwickler, größenwahnsinnige Konzepter und umsatzorientierte Agenturen, die ausnahmslos alles ins Netz pressen, was in irgendeiner Weise zumindest kurzweilig Interesse bringen könnte…


Oh Du böse Medien-Krise!

Datum: May 7th, 2009 | von: medienmaul | Kategorie: Gedanken | Tags: , , , , , | 1 Kommentar »

“Die” Krise erreicht also nun auch “die” Werbebranche im Internet. Abgesehen von der Tatsache, dass solche doch eher pauschalen Äußerungen wie ein Damokles-Schwert über unserer guten und bisher so stabilen Onliner-Branche schweben und die Augen der Betroffenen in Erwartung von dramatischen Neuigkeiten jede Newsmeldung mit einem lauten Schlucken verschlingen, scheinen weit überlegtere Reaktionen auf die Entwicklungen tatsächlich auszubleiben.

Echte und innovative Gegenmaßnahmen, die vielleicht auch mal zu einem Umdenken oder einer Neustrukturierung in der Branche führen könnten, bleiben tatsächlich einfach aus – die großen Verlage streichen munter ihre Auftritte zusammen (weil die sich ja sowieso nie wirklich rentiert haben), entlassen scharenweise junge, engagierte und digital-interessierte Mitarbeiter und klammern sich nahezu allesamt an die großen Einsparpläne irgendwelcher einst bedeutenden Namen aus dieser Verlagswelt. Fremdkapital-finanzierte Agenturen mit eins so großen, schillernden Namen straucheln von einem Liquiditätsproblem ins nächste, kaufen und verkaufen sich gegenseitig und beschweren sich alltäglich darüber, dass im Internet ja dummerweise alles kostenlos sei – ein Fehler, den man ja von Beginn an hätte vermeiden müssen. Die großen Vermarkter beklagen Umsatzeinbrüche von bisher nie geahnten Ausmaßen kämpfen verzweifelt um das letzte bisschen Potential, welches sich irgendwo in den Tiefen der Netzwelt tummelt – alles in allem ein Kreis, aus dem niemand wirklich auszubrechen scheint.

Auffällig hingegen ist das “Bäumchen-wechsel-dich”-Spiel, welches in diesen Tagen zu Glanz und Gloria aufsteigt: die Karten werden neu gemischt und bisher erfolglose Köpfe irgendwelcher großen Unternehmen wechseln fleißig von A nach B, mit dem großen Ziel vor Augen, dort zu retten, was noch zu retten sei, während die Kenntnis über die Branche oder das Problem selbst entweder gar nicht vorhanden ist – oder vielleicht im bisherigen Job dann ja eigentlich schon den großen Durchbruch hätte bringen müssen. Wen wundert’s, bei all der Hilflosigkeit, die “DIE” Krise auszulösen scheint.

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Twitter hilft auch beim Markenaufbau

Datum: April 18th, 2009 | von: medienmaul | Kategorie: Online Marketing, Twitter | Tags: , , , | Keine Kommentare »

Das Hamburger Brand Science Institute hat eine Studie mit 23 bekannten Marken durchgeführt und die Wahrnehmung von verschiedenen Twitter-Dummies bei ca. 900 Konsumenten im Alter zwischen 15-45 Jahren untersucht.

Mehr als die Hälfte der Probanden kannten Twitter vor der Studie nicht und wurden erst genau in die Nutzung des Services eingewiesen – 63% der Twitter-Anfänger beurteilten die Kurznachrichten direkt als nützlich und würden den ihnen gezeigten Marken auch weiter folgen.

Bei 54% der getesteten Probanden wurde das Markenbild über den Anstieg von Sympathie- und Zufriedenheitswerten positiv beeinflusst, während 71% die Echtzeit-Kommunikation als zeitgemäßer und authentischer als andere Wege in der Online-Kommunikation empfanden. Bemerkenswert: fast 70% der Probanden wurden durch Schnäppchen-Tweets im Reise-, Bekleidungs- oder Elektronikmarkt sogar zu Impulskäufen bewegt.

Die serviceorientierten Twitter-Dummies konnten den Servicegrad in der relativen Gegenüberstellung zu den Marken von Wettbewerbern steigern und wurden letztlich als moderne Weiterentwicklung klassischer Service- und Callcenter verstanden.

Was allerdings besonders interessant ist: nach den Aussagen von 75% der Testpersonen verhilft Twitter den Marken zu einer echten Humanisierung und reduziert den Grad der Anonymität großer Unternehmen.


Twitter-Studien sind beliebt

Datum: April 16th, 2009 | von: medienmaul | Kategorie: Twitter | Tags: , , , | Comments Off

Eine Online-Studie des Jugendreise-Veranstalters RUF Jugendreisen mit über 3400 jugendlichen Teilnehmern ergab laut Internet World Business, dass Twitter kaum von Jugendlichen genutzt wird – neun von zehn Befragten kannten den Service nicht einmal:

“Dass Twitter bisher überhaupt nicht bei den deutschen Jugendlichen angekommen ist, hat uns sehr erstaunt“, sagt Dirk Föste, Vertriebsleiter bei RUF Jugendreisen. “Wir hatten angenommen, dass die Kids als erstes auf den Zug aufspringen und Twitter vom Kommunikationsbedürfnis der jungen Leute profitiert“  (Quelle)

Erst im Februar veröffentlichte Nielsen eine Studie, welche ergab, dass 68 von 612 Abgeordneten des Deutschen Bundestages einen eigenen Twitter-Account hätten. Besonders aktiv seien hier die FDP und die Grünen, während im Vergleich zu SPD und CDU/CSU die kleinen Parteien überproportional stark bei Twitter vertreten waren.

Eine Studie von Thomas Pfeiffer, Webevangelist und Moderator der Xing Microblogging Gruppe #xmbg, ergab wiederrum erst kürzlich: Zwei von drei deutschen Twitter-Fans sind Blogger und schreiben eher über Themen wie Web 2.0,  Technik oder privaten Alltag. Jeder zweite stammt aus der Branche “Medien & Marketing” und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in. 83% der Nutzer schreiben hauptsächlich auf Deutsch.