Laut Turi2.de erkämpft sich neuerdings auch das Medium Radio wieder seinen verdienten Platz zurück ins Mittelfeld: der Anbieter Quu.fm startet eine mal wirklich nett durchdachte Idee: durch eine Toolbar können die Nutzer des Dienstes gleichzeitig auf Twitter, Facebook, YouTube, MySpace oder Flickr surfen und so die angenehmen Dinge des Surf-Alltages miteinander verbinden.
“Die Statusmeldungen erscheinen als Stream innerhalb der Toolbar. Die Hörer können sich direkt beteiligen oder kommentieren, die Moderatoren kommen gleichfalls übers Netz dazu.”
- so der Programmdirektor von QUU.FM, Maik Nöcker.
Die Nutzer können sich laut dem Bericht ihre Inhalte selber zusammenstellen, während gleichzeitig gesponsorte Programminhalte für den finanziellen Auftrieb sorgen und Werbung als Audio-Clips oder auf der Website das Geld in die eigenen Kassen spülen soll. Das wandert dann doch direkt mal in die Bookmarks…
Kleines, aber feines Detail: einer der Moderatoren ist laut Website wohl Ray Cokes – seinerzeit MTV-Schwarm einiger uns damit nicht wenig nervender Mitschülerinnen und trotzdem eine Ikone der Musikwelt. Irgendwie.
Nahezu täglich schießen neue Services aus dem Boden, die von findigen Programmierern dafür entwickelt werden, sich unter anderem an Twitter andocken zu lassen und so der ganzen Welt Zugang zum eigenen Alltag zu bieten. Während der Nutzer über Brightkite veröffentlichen kann, wo er sich gerade aufhält, kann er über Blip.fm preisgeben, welche Musik gerade zu seiner Laune passt, über andere Browser-Tools erzählen, auf welchen Seiten er gerade surft oder neuerdings auch mitteilen, was er denn gerade ißt. Und das sind nur ein paar der wirklich vielen Möglichkeiten, die sich bieten.
Nicht, dass solche Tools wirklich Sinn machen oder deren Inhalte irgendwen da draußen wirklich interessieren, aber sie tragen doch erheblich zur Vermischung sämtlicher Online-Identitäten bei, vernetzen ständig und ohne Unterlass die digitale Bohème miteinander und untereinander und sorgen letztendlich auch dafür, dass so mancher hier und da den Überblick über seine stetig wachsenden Profile im Netz verliert.
Für den Profi mögen all diese Dienste durchaus Spaß machen und seinen tiefer werdenden Einblick in “seine” eigene Online-Welt vertiefen oder intensivieren – für den ungeübten User jedoch kann diese ständig weiter wachsende Auswahl an Möglichkeiten sicherlich mehr als nur abschreckend wirken. Natürlich tummeln sich da draußen zahllose “Heavy-User”, denen die Vernetzung sämtlicher Communities, Services und Profile gar nicht schnell genug gehen kann, doch eins sollte man dabei nicht vernachlässigen: das Potential derer, die bisher noch nicht allzu aktiv im Netz unterwegs sind, wird völlig unterschätzt. Hier verbergen sich immernoch immense Massen von möglichen Zielgruppen, denen das Internet als virtuelle Welt bisher noch nicht wirklich so geheuer war, und deren Eintritt in das digitale Netz für alle Unternehmen durchaus Mehrwert bieten würde.
Ein derartiges und unkontrolliertes Wachstum der Auswahlmöglichkeiten wird sich hoffentlich in naher Zukunft selbst bereinigen, damit am Ende nur der echte Nutzen im Vordergrund steht – denn nur so kann meiner Meinung nach das bisher jungfräuliche Potential wirklich ausgeschöpft werden. Leider gibt es da draußen immernoch zu viele gelangweilte Entwickler, größenwahnsinnige Konzepter und umsatzorientierte Agenturen, die ausnahmslos alles ins Netz pressen, was in irgendeiner Weise zumindest kurzweilig Interesse bringen könnte…
2 Tage später ist es soweit: nachdem die Nachfrage nach den kleinen Poken nicht abreißen dürfte, wurde unter missionpoken.de nun auch der zugehörige Online-Shop gelauncht.
Alien-, Biene-, Panda- und Voodo-Poken können dort bequem geordert werden und dem neuen Besitzer eine Menge interessanter und spannender Kontakte bringen.
Nach dem schon so einige Medien ausführlich über die fullminante Nachfrage-Explosion nach den kleinen Poken berichteten und die abenteuerlichen Anstrengungen seitens Florian Krakau erzählten, der keine Mühen scheute, Care-Pakete mit Poken aus den Niederlanden in kürzester Zeit nach Berlin zu schaffen, kommt auch endlich online mehr Licht ins Dunkel.
Unter missionpoken.de können sich interessierte Poken-Fans ausführlich über die niedlichen Social-Connecting Figuren informieren und alles Nützliche und Wissenswerte über den neuen Trend erfahren, der seit der re:publica die Republik (schönes Wortspiel, oder?) überschwemmt. In naher Zukunft wird es hier auch möglich sein, die kleinen Kerlchen über einen Online Shop zu bestellen.
Wie eigentlich so ein Poken funktioniert, und was man damit anfangen kann, das seht Ihr hier:
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